
1965 war Syd Barrett als Gitarrist und Sänger eines der Gründungsmitglieder der englischen Popformation Pink Floyd. Die Band verließ er jedoch bereits im April 1968 u. a. aufgrund von Drogenproblemen. Von einer Pink-Floyd-Sprecherin wurde Anfang Juli 2006 sein Tod im Alter von 60 Jahren bekannt gegeben.
Roger Keith Barrett wurde am 06. Januar 1946 in Cambridge geboren. Schon früh in seiner Kindheit förderten seine Eltern sein musikalisches Talent. Mit 11 Jahren bekam er ein Banjo und bereits ein Jahr später konnte er seine Eltern zu einer Gitarre überreden.
Als Gitarrist sorgte er erstmals mit den „Geoff Mott and the Mottoes“ für Furore. Leicht verdauliche Hits aus den Charts waren des Repertoires der Gruppe. Regional bekannt und berühmt wurde die Band durch sonnabendliche Tanzveranstaltungen in einer öffentlichen Schule sowie Benefizkonzerte für die Anti-Atomwaffen-Bewegung. Seinen Künstler- und Spitznamen „Syd“ erhielt er auf der Cambridge High School.

Experimente mit „Sight and Sound”
1964 begann Syd Barrett in Cambridge Kunst zu studieren, jedoch wechselte er nach kurzer Zeit zur „Camberwell Art School“ nach London. Dort teilte er sich mit seinem ehemaligen Schulkameraden Roger Waters eine Wohnung. Gemeinsam mit den Architekturstudenten Nick Mason und Richard Wright gründeten sie eine Band: Pink Floyd. Der Name war eine Huldigung an Syd Barretts alte Blues Helden Pink Andersen und Floyd Council.
Barrett hatte die Vision bluesartige Songs mit schillernden Lichteffekten zu kombinieren. Mike Leonard, Dozent an der “Regent Street Poytech“ ermöglichte es: Der Spezialist der audiovisuellen Medien ließ die Band in seinem Haus in Nord-London ausgefallene Experimente mit Licht und Sound machen.
Von der Untergrund-Gruppe zur Star-Formation
Mit Barrett als Frontmann wurde Pink Floyd 1965/66 zum Aushängeschild der Untergrundszene. Im Londoner Club „Marquee“ stiegen sie schnell zur Hausband auf. Chuck Berry Songs und amerikanische Westcoastmusik dienten ihnen als Inspiration für eigene Stücke.
1967 bot ihnen „EMI“ einen Plattenvertrag an und im März des gleichen Jahres ging auch schon ihre erste Single „Arnold Layne“ über den Ladentisch. Mit Ihrem zweiten Song „See Emily play“ avancierten sie von der Unterground-Band zur gefeierten Pop-Gruppe.
„Piper at the gates of dawn“, ebenfalls aus der Feder von Syd Barett, stürmte die Hitparaden und landete unter den Top 10 der britischen Charts. Barrett schrieb die Texte, sang und spielte Gitarre - er prägte als kreativer Kopf und Songschreiber die Ausstrahlung und Persönlichkeit der Gruppe.
1968 engagierte die Band den ehemaligen Straßenmusiker David Gilmour. Lange währte diese Formation allerdings nicht: Syd Barett stieg im gleichen Jahr aus. Dichtung oder Wahrheit? Zeitungen berichteten von Drogenexzessen, psychischen Problemen und Realitätsverlust Syd Baretts, die schließlich zum Zerwürfnis mit der Gruppe beigetragen haben sollen.

Künstler oder Musiker?
Nach seinem Weggang von der Gruppe im April 1968 produzierte er zwei Soloalben „The Madcap Laughs“ und „Barrett“, bevor er von der Bildfläche verschwand. Seitdem lebte er zurückgezogen in einem einfachen Haus in Cambridge. Er wandte sich wieder der Kunst zu und ließ seiner schöpferischen Gabe freien Lauf. Seine Fans blieben ihm treu - vergaßen ihn nicht. Das lange Warten wurde belohnt: 1988 gab EMI dem Druck der Barrett-Anhänger nach und veröffentlichte die Platte „Opel“ mit bunt zusammengewürfelten unveröffentlichtem Material. Dennoch stellte sich ein Erfolg als Solokünstler nicht mehr ein.
Syd Barrett und der Diabetes
1998 wurde bei Syd Barrett Typ 2-Diabetes diagnostiziert. Zunächst probierte er mit Diät und Tabletten die Krankheit in den Griff zu bekommen. Dann musste er auf Insulin umsteigen um gegen die Verschlechterung seiner Augen anzukämpfen.
Am 11. Juli 2006 wurde ohne nähere Angaben sein Tod im Alter von 60 Jahren öffentlich bekannt gegeben von einer Sprecherin der Popgruppe Pink-Floyd.
Literatur und Musik

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Opel
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The Madcap Laughs/Barrett [DOPPEL-CD]
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